DER MUNOT ZU SCHAFFHAUSEN IM 19. UND 20. JAHRHUNDERT

Stadtarchiv Aufsätze

von Peter Scheck

1989 erschien in den Schaffhauser Beiträgen zur Geschichte (Band 66) ein Sonderband über den Munot Schaffhausen (Band 66) mit folgenden Aufsätzen:

MEYER, Werner

Der europäische Festungsbau des 16. Jahrhunderts und der Munot zu Schaffhausen. 

66, 1989, S. 9-18

LIEB, Hans

Die ältesten schriftlichen Zeugnisse für den Munot. 

66, 1989, S. 19-21

ZIMMERMANN, Jürg

Die Emmersbergbefestigungen im Lichte der Sturm- und Wachordnungen. 

66, 1989, S. 23-30

ZIMMERMANN, Jürg

Legendenbildung rund um den Munot. 

66, 1989, S. 31-35

SCHMUKI, Karl

Das Hochwächteramt auf dem Munot. Das Amt und seine Inhaber vom 15. bis zum 20. Jahrhundert. 

66, 1989, S. 37-92

BÄNTELI, Kurt

Zur Baugeschichte der Schaffhauser Stadtbefestigung. Ergebnisse baugeschichtlicher Untersuchungen 1982-1989. 

66, 1989, S. 93-140

SCHMUKI, Karl

Zur Baugeschichte des Munots zwischen 1563 und 1798. 

66, 1989, S. 141-187

SCHECK, Peter

Der Munot im 19. und 20. Jahrhundert. 

66, 1989


Der folgende Aufsatz über den Munot entspricht dem letzten der aufgeführten Beiträge

 

Vorbemerkungen

Die ersten Bautätigkeiten im 19. Jahrhundert

Ausbau der Zinne, kleinere Reparaturen und Einbauten bis 1906

Grosse Renovationen von 1877 bis 1906

Reparaturen von 1910 bis zum grossen Zinnenumbau 1956/57

Der Zinnenumbau und die Sanierung des Kasemattengewölbes 1956/57

Restaurationsarbeiten der jüngsten Zeit

Anmerkungen

 

Vorbemerkungen

Das Wahrzeichen der Stadt Schaffhausen war schon verschiedentlich Gegenstand von ausführlichen Untersuchungen. Die von Hans Wilhelm Harder im Jahre 1846 erschienene "Historische Beschreibung des Munots" 1)  wurde vor allem durch Robert Lang präzisiert, verfeinert und bis zum Jahre 1909 fortgesetzt 2). Zuletzt befasste sich Reinhard Frauenfelder mit diesem Thema und erweiterte die Baugeschichte des Munots mit Kurzregesten bis zum Jahre 1946 3). Die grundlegenden Arbeiten von Lang und Frauenfelder sind das Ergebnis solider Forschung und brauchen weder umgestaltet, noch neu geschrieben zu werden. Bedauerlicherweise verzichteten aber alle Verfasser auf Quellenbelege, was eine Vertiefung der jüngeren Baugeschichte des Munots stark erschwert. Es ist nun das Ziel dieser Arbeit, die wesentlichen Erkenntnisse mit den nötigen Anmerkungen zu versehen und in wenigen Ausnahmen Berichtigungen oder Ergänzungen beizufügen. Weiter soll sich der Abriss über die Bautätigkeit bis in die jüngste Zeit erstrecken.

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Die ersten Bautätigkeiten am Munot im 19. Jahrhundert

Im Jahre 1804, schreibt Harder, wurde die aus Rorschacher Sandsteinplatten bestehende Zinnenbedeckung entfernt und für den Bau des neuen Schlachthauses beim Schmiedentörlein verwendet 4). Diese oft zitierte Aussage kann der Kritik nicht standhalten, denn Harder täuschte sich sicher insofern, als dass der Rat den Bau dieses Schlachthauses erst 1806 beschlossen hatte. Die Entfernung der Zinnenbedeckung kann zwar in diesem und im folgenden Jahr auch nicht nachgewiesen werden, doch ist vielleicht ein Zusammenhang mit dem Abbruch des Zeughauses auf der Zinne herzustellen, welche im Jahr 1807 erfolgte. Den Ratsprotokollen können wir hierüber folgendes entnehmen:

"Nach Verlesung des von Herrn Bauherr Zündel dem loblichen Seckelamt eingegebenen Berichtes über das den Einsturz drohenden Gebäude des alten Zeughauses, dessen oberer Gibel schon vor einigen Jahren eingestürzt und des zu dem Ende gemachten Vorschlages, dieses alte, zu nichts mehr dienende Gebäude abzutragen und die auf demselben sich befindenden Ziegel zum Dach der neuen Mezg, das Dach und Balkenholz aber zur Ausbesserung des durch seine Baufälligkeit Gefahr drohenden Schopfes des Wasenmeisters zu verwenden, ward erkannt." 5)

Wahrscheinlich beschloss man beim Abbruch des Zeughauses, welches einen guten Teil der Zinnenfläche beansprucht hatte, die Entfernung der Platten. Das nun überall eindringende Wasser beschleunigte den weiteren Verfall des Munots, wogegen etwas zu unternehmen kaum jemand Interesse zeigte. Im Gegenteil, der Zeitgeist richtete sich gegen die finsteren Zeugen des vermeintlich noch finsteren Mittelalters. In vielen Städten mussten die Wehrbauten breiteren Strassen, Parkanlagen und nicht zuletzt den allmählich entstehenden Industrien Platz machen. Auch in Schaffhausen fiel ein Bollwerk nach dem anderen dem neuen Denken zum Opfer. Die heute noch erhaltenen Wehrbauten haben ihr Überleben meist einem Zufall zu verdanken. Auch der Munot bildet hier keine Ausnahme. Verschiedene Faktoren spielten dabei eine Rolle. Für die auf Wasser angewiesenen Industrien war der Emmersberg zum Vornherein kein geeigneter Standort. Auch behinderte das Bauwerk in keiner Weise den sich rasch entwickelnden Eisenbahn- und Strassenverkehr. Einzig die Gefahr des allmählichen Zerfalls drohte dem völlig unbeachteten Wehrbau, denn im 19. Jahrhundert, als noch niemand in Europa vor Hungersnöten sicher war, kümmerte man sich kaum um die Erhaltung militärisch überholter und damit unnützer Bauwerke.

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Es ist das Verdienst Johann Jakob Becks, der den historischen und künstlerischen Wert des Munots frühzeitig erkannte und eine erste Restauration ins Auge fasste. Nach den Angaben Harders fasste Beck 1826 den Entschluss, den Munot vor dem Verfall zu retten 6) , doch war der Sohn des Zeichenlehrers anderer Ansicht:

"Ich weiss ganz bestimmt, dass die Restauration des Munots mit der Räumung der Kasematte, die ganz zerfallen war, begonnen wurde und glaube, dass diese Arbeit erst anfangs der dreissiger Jahre mit uns Schülern angefangen wurde." 7)

Diese beiden Aussagen brauchen sich in keiner Weise zu widersprechen. Zwischen Entschluss und Ausführung konnte einige Zeit verstreichen. Im Rechnungsjahr 1833/34 tätigte man erstmals bescheidene Bauausgaben für den Munot 8). Es ist gut möglich, dass diese nicht genau spezifizierten Arbeiten der Anregung Becks zu verdanken waren. Im Jahre 1835 erschien der initiative Zeichenlehrer vor dem Stadtrat, unterbreitete verschiedene Pläne und Ansichten des Munots und wünschte, mit Hilfe von Subskriptionen dringend nötige Ausbesserungen am Munot vornehmen zu dürfen. Gleichzeitig erbat er sich vom Stadtrat die Unterstützung mit Handlangern und Baumaterialien. Sein Antrag wurde bewilligt und die Finanzsektion ermächtigt, ihn mit Handlangern und Materialien bis zu einem jährlichen Betrag von zehn Louisd'or zu unterstützen 9).Mit den bewilligten Subskriptionen, welche viele Bürgern damals zeichneten 10) , konnte Beck mit seinen Schülern und den städtischen Handlangern eine erste Reparatur durchführen.

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Vermutlich noch im selben Jahr begann man mit dem Bau eines sehr einfachen hölzernen Stegs 11)  und brach den Zugang von der Nordseite wieder auf. Nach der Ansicht Harders diente dieser Eingang lediglich zum Materialtransport während der Erbauung des Munots. Anschliessend soll er wieder zugemauert worden sein12). Diese Meinung wurde bisher stillschweigend akzeptiert und wohl auch aus taktischen Überlegungen für richtig befunden. Nun existiert 13)  aber eine Zeichnung, ebenfalls von Harder, die Zweifel an dieser Auffassung aufkommen lässt (vgl. Abb. 1). Die eher etwas notdürftige Vermauerung erweckt nicht den Eindruck, als ob sie schon 250 Jahre bestanden hätte. Auf den Plänen Becks ist diese Mauer so dünn, dass sie einem Direktbeschuss kaum standgehalten hätte14).Wäre dieses Risiko damals einfach in Kauf genommen worden? Ausserdem sind in der Zeichnung deutlich die Aufhängungen für eine Fallbrücke zu erkennen und unter dem Tor die Einsatzlöcher für die Trägerbalken. Weshalb brauchte man für den blossen Materialtransport eine Fallbrücke? Diese Ungereimtheiten zwingen zu der Erwägung, ob nicht über längere Zeit eine Brücke auf der Nordseite bestanden hatte, und vielleicht erst später, als diese langsam verfiel, der Eingang aus Sicherheitsgründen vermauert wurde. Belege hierfür dürften schwerlich beizubringen sein.

Tatsache ist, dass man von 1835 bis 1837 verschiedene Reparaturen am Munot ausführte15). Nach Beendigung dieser ersten Arbeiten, als der Munot wieder einigermassen begehbar war, entstand - mehr Laune des Schicksals als geplante Gründung - der Munotverein als Retter des Bauwerks. Die Einweihung des neuen Stadthauses 1839 führte nämlich zu einem grossen Fest auf dem Munot, an dem viele Bürger teilnahmen. Es war damals die grosse Zeit der Vereinsgründungen- man denke nur an die Lese-, Gesangs-, Turn- und Schützenvereine, welche neben den Studentenverbindungen und unzähligen anderen gesellschaftlichen Vereinigungen quasi aus dem Nichts entstanden. Wen wundert es da nicht, wenn die am Fest teilnehmenden Bürger die Stadthausweihe zum Anlass einer Vereinsgründung nahmen und beschlossen, dieses Fest alljährlich neu zu begehen?16)  Das romantisch verwilderte Bauwerk schien dazu der geeignete Ort. Die Ursache also, weshalb der Munot bis heute überlebte, ist wohl weniger der Leistung Becks zuzuschreiben (denn wie lange hätten die Mittel gereicht?)  und auch nicht der Freude der Bürger an historischen Bauwerken (weshalb wurden dann die anderen zerstört?) , sondern der prosaischen Wahrnehmung derselben, dass sich die Zinne vorzüglich als Festplatz eignete. Dieser neugegründete Bürgerverein setzte nun alle Initiative daran, dass der Munot als Wahrzeichen der Stadt und des Vereins selber erhalten blieb. Der Stadtrat begrüsste diese Absicht sprach sich dafür aus, den Verein mit Baumaterial zu unterstützen 17). Vieles stifteten jedoch Privatpersonen und sämtliche Arbeiten leistete der Verein im Frondienst. Er richtete sein Augenmerk vor allem darauf, eine gemütliche Atmosphäre für die Feste und die damit verbundene Sicherheit vor Unfällen zu erreichen.

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Die Arbeit von Beck setzten nun viele Hände fort. Sie befreiten die Mauern von Sträuchern und reparierten die vom Einsturz bedrohte Kasematte 17). In einem weiteren Schritt reinigte man den Brunnen gründlich von allerlei Geröll und versah ihn mit der markanten Haube, welche bis Ende der Dreissigerjahre unseres Jahrhunderts erhalten blieb 18). Die Vereinsmitglieder pflanzten Reben entlang des Mauerkranzes und versahen die Geschützluken auf der Zinne mit Läden, um den die Festlichkeiten störenden Wind abzuhalten 19). Der Munotverein stellte 1845 den Söldnerhauptmann, der früher den Fischmarktbrunnen an der Vordergasse geziert hatte, auf die Mitte der Zinne 20). Wie sehr sich der Verein nur noch auf die Plattformgestaltung konzentrierte, zeigt die Tatsache, dass eine 1844 eingestürzte Capponière21)  erst im Jahre 1857 wiederhergestellt wurde22). Der Zustand aller drei Capponièren blieb bedenklich. Der Stadtrat erwog deshalb ernsthaft, ob diese Vorwerke für den Munot überhaupt notwendig seien, und ob man sie nicht besser beseitigen solle 23). Aber auch die Grabenmauer bereitete Sorgen 24). Da die Mauern an allen Orten einzustürzen drohten, dachte man daran, den ganzen Graben zuzuschütten. 25)  Ein Gutachten der Architekten Semper und Stadler führte dann zum Verzicht auf dieses Vorhaben 26).

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Ausbau der Zinne, kleinere Reparaturen und Einbauten bis 1906

Der Ausbau der Zinne nahm hingegen seinen Fortgang. Bereits früh tauchte die Idee zum Bau einer Wirtschaftshütte auf. Die Stadt bewilligte dem Verein dafür aus der Stadtkasse einen Betrag von 66 Gulden 27). Die einfache Holzhütte war bald erstellt und kurz darauf regte der Munotverein an, zwei Vierpfünder-Kanonen aus dem Zeughaus auf der Zinne aufzustellen 28). Aus ihnen donnerten 1865 die Salutschüsse für Napoleon III. 29).Eine kurze Episode war die Verstärkung der Zinne anlässlich des Neuenburgerhandels im Jahre 1856. In Harders Tagebuch können wir folgendes nachlesen:

"General Wilhelm Heinrich Dufour mit dem Generalstab kam selbst hierher um die Verschanzungen zu beaugenscheinigen. Da auch die Zinne des Munots mit einer Galerie für Scharfschützen versehen wurde, welche rings um den Kranz lief, so wurde auch der Munot inspiziert."30)

Für die Entfernung der Galerie und für die Unkosten zahlte der Bund dem Munotverein 60 Franken 31).

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Doch die Hauptsorge des Vereins bildete die mangelnde Zinnenbedeckung, denn ständig sprosste das Gras auf der Plattform und das Regenwasser sickerte in die Kasematte ein. 1864 stellte der Munotverein das Gesuch an den Stadtrat, eine Asphalt- oder Zementdecke zu erstellen32)  Nach verschiedenen Versuchen des Munotvereins und nach dem Gutachten der Experten Semper und Stadler einigte man sich schliesslich auf eine Zementierung der Zinne miteiner Wasserableitung. Gleichzeitig sollte eine Verbesserung der Kloaken- und Abwasserkanäle von der Turmwohnung angestrebt, eine Beseitigung der Sträucher auf der Mauer und eine Ausbesserung der Grabenmauer ausgeführt werden. Die beschädigten Capponièren wurden hingegen in ihrem bedenklichen Zustand belassen. Die Arbeiten wurden 1866 von Maurermeister Gelzer ausgeführt. Die notwendige Reparatur der Zinnenmauer konnten bereits 1865 abgeschlossen werden 33). Im Hinblick auf das bevorstehenden Schützenfest wurde auch der baufällige Steg durch einen neuen ersetzt 34).

Die Vereinshütte war innert kurzer Zeit für den regen Festbetrieb zu eng geworden. Da die Arbeiten in eigener Regie geschahen, sind für den Ausbau der Vereinshütte zu einer Veranda, die schrittweise rund um die Zinne erweitert wurde, nur spärliche Belege in den amtlichen Protokollen und Rechnungen der Stadt zu finden. Wettstein hat die Geschichte des Verandabaus bereits geschrieben35). Kurz zusammengefasst wurden folgende Erweiterungen vorgenommen: 1860 baute der Verein eine Küche36) , erweiterte die Vereinshütte sechs Jahre später37)  und ergänzte diese ein Jahr darauf mit einer kleinen Veranda 38). 1873 bewilligte der Stadtrat den Ausbau derselben bis zum Mittelbau39). Rechts davon stellte der Munotverein 1881 eine Büste von J. J. Beck in eine Geschützluke 40) ,welche aber bereits zwei Jahre später dem Musikpavillon weichen musste, der 1884 vollendet wurde 41). Der Anbau des östlichen Verandaflügels erfolgte 1887 42). Dieses folglich in sieben Etappen und meist unter Geldmangel erstellte Gebilde mochte zwar seinen Zweck erfüllt haben, doch nahm die auf gusseisernen Säulen ruhende Wellblechbedachung der Munotzinne jeglichen Anstrich der Wehrhaftigkeit.

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Da die Meldung eines Feuerausbruches mittels Signale des Munotwärters nicht mehr zeitgemäss erschien, wurde 1869 ein Feuer-Telegraph von der Polizeihauptwache zum Munot installiert 43). Im gleichen Jahr verlegte man eine Gasleitung zum Munot 44). Sie diente nur der Beleuchtung der Zinne. Der Munotwächter hatte sich vorläufig noch mit einer Petrollampe zu begnügen 45).

In der Nacht vom 27. zum 28 Mai 1871 brannte der westliche Wehrgang. Die Holzteile wurden dabei völlig zerstört46). Der Stadtrat beriet deshalb über eine Wiederherstellung des Umlaufs, gelangte aber schnell zu dem Entschluss, diesen entweder mit Platten aus Wiechser Grobkalk oder mit Beton abzudecken47). Das Baukollegium plädierte zuerst für die erste Variante, doch setzte sich schliesslich, wohl aus Kostengründen, der zweite Vorschlag durch. Am 25. August wurde beschlossen, die Betonbedeckung durch den Maurermeister Simon Bollinger für Fr. 750.- durchführen zu lassen48).

An einem Munotabend 1882 wickelte sich eine heftig flatternde Fahne um das Monument des Söldnerhauptmannes und riss diesen vom Sockel49). Die Statue wurde dabei völlig zerstört und musste entfernt werden. 18 Jahre lang blieb der Sockel ohne Statue und wurde meistens als Abstellplatz für Blumen verwendet. Einzig 1884 erhielt er eine aussergewöhnliche Aufgabe. Der Munotverein hatte anfangs August eine provisorische Wasserleitung auf den Munot installiert und funktionierte den Sockel kurzerhand in einen Springbrunnen um. Die Reaktion der Stadtregierung liess nicht lange auf sich warten. Nicht etwa weil man diese Geschmackslosikeit missbilligte, sondern weil der Verein wieder einmal in eigener Kompetenz gehandelt hatte, wurde angeordnet, die Leitung sofort wieder zu demontieren 50). Doch bald darauf bewilligte der Stadtrat eine neue provisorische Wasserleitung, welche Ende 1885 definitiv installiert wurde51).Eine eigentliche Hochdruckwasserleitung kam aber erst 1906 zur Ausführung 52). Den Platz des Söldnerhauptmanns nahm im Jahre 1900, ganz dem Geschmack der Zeit entsprechend, eine Statue Wilhelm Tells ein. Diese war aber bereits nach dreissig Jahren in einem so schlechten Zustand, dass sie kurz darauf samt Sockel beseitigt wurde 53).

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Eine würdige Ausschmückung der Waffenkammer besorgte der Kunstmaler August Schmid. Er offerierte der Stadt die Ausmalung derselben mit zwei Kriegern des 16. Jahrhunderts und regte an, zusätzliche Rankornamente durch einen Dekorationsmaler anbringen zulassen. Da Schmid lediglich 300 Franken für das Material verlangte, wurde dem Angebot diskussionslos zugestimmt 54). Am 29. August 1906 war das Werk bereits vollendet, und die Waffenkammer liess man anschliessend nach den Prinzipien des Landesmuseums einrichten 55).

 

Grosse Renovationen von 1877 bis 1906

Immer deutlicher zeigte es sich, dass die vielen kleinen Reparaturen keinen dauerhaften Erfolg versprachen und dass grosse Sanierungen keinen Aufschub mehr zuliessen. Doch die Finanzierung bereitete Sorgen. Mehrmals nahm die Regierung grössere Beträge ins Budget der Stadt auf, ohne dass eine der dringenden Arbeiten zur Ausführung gelangte 56). Endlich, im Jahre 1877 konnte die vom Einsturz bedrohte Grabenmauer repariert werden 57). Das Eis war gebrochen, und Jahr um Jahr konnten nun ansehnliche Beträge für den Munot zur Verfügung gestellt werden. Doch war die Bereitschaft für grössere finanzielle Opfer noch keineswegs vorhanden, und leider allzu oft trug die raschere und billigere Variante den Sieg davon. Dabei wurde ein grosser Teil der alten Bausubstanz, wie wir gleichsehen werden, unwiederbringlich zerstört.

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1878 konnte die Reparatur der Munotmauer in Angriff genommen werden. Die verwitterten Steine des Mauersockels wurden herausgenommen, die Löcher mit Zement ausgefüllt und mit sogenannten Vorsetzsteinen bedeckt. Die zerbröckelte Gurte aus Sandstein liess man entfernen und rekonstruierte den grössten Teil aus Zement58).Noch einmal prüfte der Stadtrat den Antrag auf eine Zuschüttung des Munotgrabens, um die Reparaturkosten einzusparen 59). Nachdem der Antrag glücklicherweise verworfen worden war, ging man 1879 an die Erneuerung des gesamten Mauersockels mit den dazugehörigen Capponièren 60).

Die westliche Capponière, welche mit Geröll bis oben gefüllt war, wurde geräumt, das untere Gesimse der Zinne in Beton erstellt und für die Capponière ein Betonmodell gebaut. 1881 war das Türmchen aus Portlandzement fertiggestellt und es folgte in den Jahren 82/83 die Rekonstruktion des mittleren Vorwerks in ähnlicher Weise. Anschliessend ging man an die Reparatur des Gesimses und der Mauerabdeckung zwischen den beiden östlichen Vortürmen. 1886 kam die Herstellung der letzten (östlichen)  Capponière zur Ausführung. Auch diese Arbeiten tätigte man von der unteren Kante des Hauptgesimses an ganz in Portlandzement und Zementmörtel. Einzig die Zylinderstücke unter dem Dachkegel, sowie den Kegelabschluss verfertigte man aus den ursprünglichen Rorschacher Sandsteinplatten. Ausserdem liess man noch einen Teil der Umfassungsmauer, wo sich einige verwitterte Steine befanden, mit Beton renovieren. Der Rest der südöstlichen Polygonseite des Fussgemäuers entstand vollständig neu aus Beton und Zementmörtel. Damit war die erste Etappe der grossen Restauration beendet.

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Von 1888 bis 1894 beschäftigte man sich praktisch ausschliesslich mit der äusseren Grabenmauer und mit den Zugangstreppen zum Munot. Angefangen wurde von der Brücke aus in östlicher (1888)  und anschliessend in westlicher Richtung (1889). Dort erstellte man zugleich ein Geländer, welches 1891 auch an der östlichen Seite und am Treppenweg fortgesetzt wurde. Die Grabenmauer erhielt Deckplatten aus Portlandzement, welche zugleich die Treppe bildeten 61).

In den Jahren von 1896 bis 1901 wurde die gesamte Munotmauer renoviert. Man teilte diese dabei in sechs, jeweils jährlich auszuführende Sektoren ein. Begonnen wurde im Gegenuhrzeigersinn mit einem Teilstück von 27 Metern Länge östlich des Turmes. Die Löcher der herausgenommenen verwitterten und erfrorenen Kalksteine erhielten eine Zementfüllung, welche man nachher mit Verblendsteinen bedeckte 62). Im folgenden Jahr konnte der zweite Sektor in der Länge von 25 Metern begonnen werden. Dieses Mauerstück erforderte sehr viel Arbeit, da eine sehr grosse Zahl der Steine verwittert war. Mehr als die Hälfte der Steine, welche vom Frost mürbe geworden waren, erwiesen sich als unbrauchbar und mussten ersetzt werden. Da der ordentliche Kredit nicht ausreichte, bewilligte der Grosse Stadtrat einen Nachtragskredit in der Höhe von Fr. 7000.-, welcher jedoch nur in der Höhe von Fr. 5600.- zur Verwendung kam. Beim östlichen Wehrgang, zwischen der Umfassungsmauer und dem Haus zum Königsstuhl, war ein grosser Teil des Riegelholzes, der Schwellen, Pfosten, Riegel, Pfetten usw., wie auch die Bretterverkleidung der Brüstung neu zu erstellen. Da hier das Gerüst schon vorhanden war, konnte die Reparatur gleich auf der ganzen Gerüstlänge ausgeführt werden 63). Die Arbeiten am Wehrgang dauerten von 1897 bis 189864). In diesem Jahr wurden die alten Stützmauern und die sogenannte Eulenburg mit Zement und Dachplatten abgedeckt, um sie vor weiterem Zerfall zu schützen. Mit der Umfassungsmauer wurde fortgefahren und der dritte Sektor auf der Nordseite auf 24 Metern Länge beendet. Die Erneuerung des vierten Abschnittes erfolgte auf gleiche Weise im Jahre 1899.

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Die Renovationsarbeiten kosteten von 1877 bis 1895 Fr. 37'239. Von 1896 bis 1898 wurden allein für die Hälfte der Umfassungsmauer Fr. 29'000 ausgegeben 65). Die noch zu verrichtenden Arbeiten schätzte der Stadtrat auf Fr.30'000. Reichlich spät kam er auf die Idee, um Bundessubventionen nachzusuchen. Am 25. August 1899 reichte er das Gesuch zusammen mit einem Baubeschrieb und einer Kostenzusammenstellung bei der Bundesbehörde ein und begründete das verspätete Ersuchen damit, dass man den Aufwand unterschätzt habe 66). Der Bundesexperte, Prof. J. R. Rahn, besichtigte am 23. April zusammen mit dem Präsidenten des historischen Vereins den Munot 67). Er übte Kritik am zu späten Einreichen des Gesuches und äusserte die Ansicht, dass die bisherige Renovation viel zu umfassend gewesen sei. Man hätte das alte Gemäuer mehr belassen sollen. Er bemängelte auch, dass Zement statt Kalk verwendet worden sei. Trotzdem versprach er, den Antrag auf 50 Prozent Subvention, rückwirkend auf den 25. August 1899, zustellen68). Als weiterer Experte wurde Prof. Zemp, Präsident der Gesellschaft für Erhaltung historischer Kunstdenkmäler, zugewiesen. Er beantragte der Stadt, die Capponièren wieder mit den ursprünglichen Steinkuppeln zu versehen und stellte dabei eine Bundessubvention von 75 Prozent in Aussicht 69). Doch der Stadtrat scheute die zusätzlichen Kosten und verschob diesen Antrag auf unbestimmte Zeit. Ein Irrtum des Departementes des Innern liess hingegen die Stadtväter freudig aufhorchen. Statt der versprochenen 50 Prozent Subvention wurden gleich hundert Prozent zugesichert. Eifrig verdankte der Rat diesen grosszügigen Beitrag 70). Doch bald entdeckte das EDI den Schnitzer, und es blieb bei den versprochenen Subventionen 71).

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Unter kundiger Leitung erfolgte nun die restliche Restauration. Der fünfte Abschnitt der Umfassungsmauer wurde in einer Länge von 33 Metern in Stand gestellt, gleichzeitig die im westlichen Festungsgraben gelegene Wachtterasse ausgebessert und deren Umfassungsmauer mit schief aufgesetzten Hohlziegeln abgedeckt72). Im folgenden Jahr kam es zur Vollendung des noch verbleibenden acht Meter langen Teilstücks. Ein Mauerflügel, welcher die erwähnte Wachtterasse mit dem Munot verbindet, musste nahezu von Grund auf neu errichtet werden. Endlich wurde die gegen Nordwest gerichtete, als Maske verkleidete Geschützluke, welche völlig verwittert war, nach einer von Prof. Rahn in der Schweizerischen Bauzeitung 1889 veröffentlichten Zeichnung restauriert73). Damit war die Restauration der Umfassungsmauer beendet. Insgesamt mussten 3662 Steine ausgewechselt werden.

Im Jahre 1902 konnte endlich der Turm in Angriff genommen werden. Es stellte sich jedoch auch hier heraus, dass bei der Betrachtung vom Gerüst aus der Befund ein viel schlimmerer war, als befürchtet wurde. Grobe Fehler passierten schon bei der Erbauung des Munots , sei es durch nachlässige Wahl der Materialien aus sogenannten Lebersteinen, die zu früh verwitterten, oder durch Flüchtigkeiten in der Struktur, so dass oft zwischen den Schichten die Fugen zusammentrafen, die dem zusätzlichen Druck des Gewölbes der Reitschnecke nicht standzuhalten vermochten. Die Folge davon war eine grosse Anzahl gesprungener Quadersteine 74). Die Auswechslung derselben konnte nur mit grosser Vorsicht bewerkstelligt werden. Da der Riegel des Turmes vorher mit Karbolineum getränkt worden war, nahm er die hausrote Farbe nicht an. Es musste deshalb eine braune Farbe gewählt werden 75). Den Abschluss der Turmrestauration bildete die Installation eines Blitzableiters 76).

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Ein längerer Streit der Stadtregierung mit dem Munotverein um die Kompetenzen und das Benützungsrecht auf dem Munot verzögerte die weiteren Arbeiten 77). Er wurde erst 1906 provisorisch beigelegt, indem der Verein für alle selbst erstellten Bauten verantwortlich erklärt wurde und eine Gleichstellung von Mitgliedern mit anderen ausserhalb von offiziellen Anlässen vom Verein akzeptiert wurde 78).Endlich konnten 1906 die Arbeiten wieder aufgenommen werden. Die WC-Grube liess man entfernen und eine Hochdruckwasserleitung installieren. Dazu vergrösserte man das ungenügende Pissoir und baute zusätzlich ein Damen-WC ein 79). Die kostspieligste Arbeit war aber die Erneuerung der Wehrplatte. Zuerst schien eine Ausbesserung des Zementbelages zu genügen, doch dann gelangte man zu der Überzeugung, dass nur eine Neubedeckung der Zinne für den Schutz des darunterliegenden Gewölbes bürge. Ein dünner Asphaltbelag wurde von einer 15 bis 20 cm dicken Zementdecke mit breiten konzentrischen und radialen Fugen bedeckt 80). Schliesslich unterzog man den Verputz der Flügelmauern einer gründlichen Untersuchung. Alle verwitterten Stellen wurden von diesem befreit und ausgebessert. Damit fand die grosse Restauration ihren vorläufigen Abschluss. Doch die Experten äusserten ihr Missfallen an der vom Munotverein eingerichteten Veranda und an der ersten selber durchgeführten Restauration:

"Auf jeden Kenner übt die Galerie, die mit ihren gusseisernen Säulen und geschmacklosen Zutaten die Plattform umzieht, einen beleidigenden Eindruck aus. Ihr Ersatz durch eine dem Charakter des Munots entsprechende Holzkonstruktion steht bevor. Es war gut gemeint und billig, wie frühere Arbeiten sich auf die Ergänzung schadhafter Teile mit Zement beschränkten. So wurden die Kuppeln der Capponièren ausgegossen und der Wulst, der ihre Basamente und den Zirkel umzieht, in einem Zuge aus diesem Material erstellt. Ihr Anblick ist hässlich und fordert zum Ersatz durch Hausteine heraus."81)

Es sollte aber noch eine Weile dauern, bis die Wehrplatte von den romantischen Geschmacksverirrungen befreit wurde. Die Capponièren harren indessen noch immer einer vollständigen Rekonstruktion aus Sandstein.

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Reparaturen von 1910 bis zum grossen Zinnenumbau 1956/57

Als ständiges Problem erwiesen sich die Licht- und Luftschächte der Kasematte, die ständig Tropfwasser im Gewölbe verursachten. Man versuchte 1910 der permanenten Feuchtigkeit Einhalt zu Gebieten, indem man die Schächte mit Glasabschlüssen versah, welche auf einer Eisenkonstruktion ruhten 82). Dies geschah im Zuge einer grösseren Renovation der Umfassungsmauer auf der Innenseite der Zinne. Dort wurde der Verputz entfernt und die Fugen ausgewaschen. Auf einen Teeranstrich wurde schliesslich Mörtel und Kalk aufgetragen 83).Das im November des darauffolgenden Jahres stattgefundene Erdbeben hatte den Turm des Munots stark beschädigt. Das Kamin stürzte ein und zertrümmerte einen Teil der Bedachung. Zudem lockerte sich das Riegelwerk und musste verkeilt und verputzt werden. Auch eine Reparatur der Brücke war fällig geworden 84). 1913 musste ein undichtes Wellblechdach an der Veranda ersetzt werden. Analog der übrigen Bedachung wurde ein glattes Blechdach erstellt und gleichzeitig noch die Decken und die Rückwand der Veranda mit Ölfarbe gestrichen 85). Im folgenden Jahr kam eine schon lange geplante Verbesserung der Gasbeleuchtung zur Ausführung 86).

Die Glasabschlüsse der Lichtschächte zeigten bald eine gegenteilige Wirkung der angestrebten Lösung, denn die Wasserkondensation wurde durch die Gläser noch verstärkt. Der Baureferent empfahl deshalb bereits 1921 die Entfernung derselben 87). Mit dem Einbau der WC-Anlagen unter die Zinnenbedeckung und der Einführung einer elektrischen Beleuchtung 1923 beseitigte man die Glasabschlüsse und setzte dafür Drahtgitter ein. Die Aufstellung der Leuchtkörper bedingte die Erstellung gemauerter Brüstungen um die Lichtschächte und die Entfernung der eisernen Geländer 88). Da der Rat 1922 die Aufhebung der Hochwacht beschloss, prüfte der Rat frühzeitig die Einführung eines automatischen Stundenschlages 89).Im selben Jahr noch wurde die alte Schützenhausuhr im Turm eingebaut. Diese versah nun ihren Dienst bis 1964. Dann fand sie ihren Eratz durch eine moderne Uhr der Turmuhrenfabrik Mäder in Andelfingen 90). Im Verlaufe der Renovationsarbeiten wurde auch der kleine Kalksteinbrunnen in der linken Ecke beim Ausgang auf die Plattform aufgestellt 91). Die Arbeiten dauerten vom Herbst 1922 bis 1924. Der Munotverein zahlte an die Baukosten 16'000 Franken 92).

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Die Holzbrücke zum nördlichen Haupteingang musste ständig repariert oder ersetzt werden. In den zwanziger Jahren traten wieder Schäden zum Vorschein, so dass der Stadtingenieur den Ersatz durch eine Steinbrücke beantragte 93). Der budgetierte Posten wurde aber noch im selben Jahr wieder gestrichen. Nach der Prüfung verschiedene Projekte, auch einem für eine Betonbrücke, wählte der Rat die Variante einer Eichenholzkonstruktion mit Belag und Geländer aus Föhrenholz, welche von einem massiven Mittelpfeiler getragen wurde 94). Ihre Bauzeit fiel in das Jahr 1928. Es war die letzte der vielen Holzbrücken, und auch sie musste bereits 1940 95) und 1949 96)  ein zweites Mal repariert werden. Ende der fünfziger Jahre dachte man wiederum an einen Ersatz des Verbindungssteges. Auch dieses Mal standen verschiedene Varianten zur Auswahl97). Der Stadtrat entschied sich nach reiflicher Überlegung für einen dauerhaften Verbindungssteg aus Beton 98). Die Wahl erfolgte aus der Überlegung, dass es sich beim Munotsteg nicht um ein historisches Bauwerk handelt, sondern um einen reinen Zweckbau, der möglichst wenig in Erscheinung treten sollte. Mit dem Abbruch des alten Steges wurde im Herbst 1962 begonnen. Der neue konnte noch vor dem Kälteeinbruch begonnen und im folgenden Jahr abgeschlossen werden99).

Bis zum grossen Umbau der Zinne 1956 wurden nur kleinere Arbeiten vorgenommen. 1933 wurde ein elektrischer Flaschenaufzug vom Keller zum Office eingebaut100). Zur Jahrhundertfeier des Munotvereins 1939 renovierte die Stadt noch einmal die Veranda. Die Tragsäulen, Wände, die Wirtschaftshütte und auch der westliche obere Teil des Turmes erhielten einen neuen Anstrich 101). Die Turmwohnung musste 1946 gründlich umgebaut werden. Sie wurde mit neuen Böden und Fenstern versehen, namentlich aber mit einer eigenen Abortanlage 102). Zu dieser Zeit erfolgte auch die Neufassung der Haupteingangstore auf der Nord- und Südseite 103). 1948 schliesslich musste der südwestliche Zinnenerker repariert werden, nachdem eine Beikonsole abgebrochen und in den Graben gestürzt war 104).

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Der Zinnenumbau und die Sanierung des Kasemattengewölbes 1956/57

Ein Zinnenumbau wurde, wie bereits erwähnt, schon mehrfach von Fachleuten angeregt. 1921 übte Prof. Naef als Bundesbeauftragter an der Veranda Kritik und regte einen Umbau an. Doch die Stadtregierung stellte dieses Vorhaben immer wieder aus Kostengründen zurück 105). Im Januar 1942 beantragte der Munotverein, den Umbau der Munotzinne unter dem Projekt "Arbeitsbeschaffung" vorzunehmen. Diesem Projekt stimmte der Rat mit der Ausschreibung eines Ideenwettbewerbes zu, der sowohl vom Kanton als auch vom Bund subventioniert wurde 106). Im gleichen Jahr konnte der Architekt Paul Lutz gewonnen werden, detaillierte Planaufnahmen vom Munot anzufertigen. Unter widrigen Umständen und mit einer kleinen Besoldung fertigte dieser mit einem Gehilfen die gewünschten Unterlagen an. Das Ergebnis 1945 waren 88 Handrisszeichnungen, acht Pläne 1:100, und ein Plan 1:50 107). Die vier preisgekrönten Arbeiten des Wettbewerbs erschienen in der Schweizerischen Bauzeitung 1943. Architekt Walter Henne erhielt den ersten Preis. Der Umbau liess jedoch noch Jahre auf sich warten. Endlich bewirkte ein Sturmschaden an der Veranda in der Nacht vom 16. zum 17. Januar 1955 ein erneutes Aufgreifen der Frage der Zinnenumgestaltung 108). Henne erhielt den Auftrag, einen Kostenvoranschlag zu erstellen, welcher bereits im Juli vorlag und unter Streichung einzelner Posten zur Durchführung genehmigt wurde 109).

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Die neue Veranda entstand aus massivem Eichenholz mit tannenem Dachstuhl, bedeckt mit Biberschwanzziegeln. Nur der Musikpavillon mit leicht höherem Vordach erhielt Seitenwände aus Kalksteinmauerwerk. Die alte Küche östlich des Turmes wurde zu einem Kiosk umgebaut. Der Ausgang zur Zinne gestaltete sich nun so, "dass der Einschnitt in den Zinnenboden vermieden und damit die kreisförmige Entwicklung des "Zirkus" vervollständigt werden konnte 110) ". Die Brüstungsmauern der Lichtschächte reduzierten sich nun auf Sitzhöhe. Die Zinnenumgestaltung erforderte beträchtliche Geldopfer. Budgetiert wurden 259'000.- Franken, ausgegeben dagegen 298'914.75 Franken. Die Mehrkosten von 39'914.75 Franken entstanden durch Arbeiten, die sich nicht voraussehen liessen und erst mit der erfolgten Eingerüstung und dem Abbruch von Bauteilen erkennbar waren. So mussten die Scharwächterhäuschen mit schwierigen Schutzgerüsten völlig neu eingedeckt werden, ebenso die Pultdächer beidseitig des Turmes. Auch der Ziehbrunnen musste ersetzt werden, weil das Steinmaterial keine Wiederverwendung mehr zuliess. Für die teure Zinnenabdeckung reichte der budgetierte Betrag nicht aus und man war gezwungen, einen Nachtragskredit einzuholen. An die Gesamtkosten leistete der Munotverein in verdankenswerter Weise einen Beitrag von 40'000.- Franken 111).

Die Sanierung des Kasemattengewölbes, welche zur gleichen Zeit durchgeführt wurde, drängte sich ziemlich schnell auf, nachdem "am 8. November 1956 in der südöstlichen Ecke des Kasemattengewölbes einige Quader heruntergestürzt waren, weshalb zur Konsolidierung der Abbruchstelle eine Spezialfirma beigezogen wurde. Nachdem ein Baugerüst die nähere Untersuchung ermöglichte, konnte festgestellt werden, dass der Mörtel in den Kalksteinfugen durch die dauernde Durchwässerung im Laufe der Zeit verwitterte und verfaulte, sodass eine normale Verspannung und Verkeilung der Kalksteine im Gewölbe nicht mehr gewährleistet war, weshalb die Konsolidierung für die Kasematte notwendig wurde.

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Die erste Etappe erstreckte sich auf die Zeit vom 27. November 1956 bis 21. Dezember 1956. Es wurden 2400 kg Zement und 4m3 Granitsand in die Fugen und Hohlräume eingepresst bei Verwendung von 46 Injektionsrohrstutzen. Versuchsweise wurde die wiedergeschlossene Ausbruchstelle mit Kalksteinplatten verkleidet, konnte aber für den Hauptteil des Kasemattengewölbes zufolge der hohen Kosten nicht mehr in Betracht gezogen werden.

Die zweite Etappe begann am 19. März 1957 und dauerte bis 4. September 1957. Die Zementaufnahmefähigkeit des Gewölbemauerwerkes war ganz unregelmässig, sie schwankte zwischen 8 kg /m2 und 79,1kg/m2.

Aus Sicherheitsgründen wurden bei der Durchführung der Konsolidierung die am meisten gefährdeten Tragteile zuerst injiziert und mit starken Holzeinbauten abgestützt. In früheren Jahrzehnten wurden ausgefallene Kalksteine, insbesondere an den Gewölbegräten, nur mit Tuff- oder Backsteinen ersetzt, was jedoch eine Druckverlagerung bei den Tragpfeilern verursachte. Um den Zustand der freistehenden Pfeiler zu untersuchen, wurde bei den zwei nördlichen Pfeilern eine Kernbohrung von 140 mm Durchmesser vorgenommen. Das Ergebnis war, dass eine schichtweise volle Quadermauer vorlag, der Aussenmantel jedoch einige poröse Stellen aufwies. Das Material der Kernbohrung ist in zwei Schaukästen an der nördlichen Kasemattenwand deponiert. Die porösen Steine wurden ausgespitzt und die Lücken im Gunitverfahren wieder geschlossen, wie auch alle übrigen schadhaften Gewölbeteile. Es ist festgestellt worden, dass das Gewölbemauerwerk qualitativ viel schlechter ist, als das Material der Tragpfeiler und deshalb eine umfassende Zementinjektur erforderte. Im Gesamten wurden in der zweiten Bauetappe 54'000 kg Zement in das Gewölbe eingepresst, 2300 Löcher gebohrt (ca. 65 cm lang)  und für die Gunitplomben 400 kg Rundeisen verwendet. Der Sandbedarf beschränkte sich auf 29m3.

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Der vom grossen Stadtrat am 21. Dezember bewilligte Kredit von 60'000 Franken beruhte auf einer Schätzung der Kosten. Erst mit der Erstellung des Gerüstes liessen sich die Schäden in der Einzelheit, wie auch in ihrem Ausmass erkennen. Ihre Behebung war von äusserster Dringlichkeit und erheblich umfangreicher als angenommen, worauf die Kostenüberschreitung von 25'189 Franken zurückzuführen ist 112) ".

Termingerecht konnten die umfangreichen Arbeiten abgeschlossen werden und am 15. Juni 1957 fand die Einweihung des neu gestalteten Munots statt.

 

Restaurationsarbeiten der jüngsten Zeit

Bereits 1956, als die Zinnenumgestaltung durchgeführt wurde, setzte sich Walter Henne mit dem östlichen Wehrgang auseinander 113). Er verfertigte detaillierte Pläne und regte an, den Umlauf zur Unterstadt wieder zugänglich zu machen. Schon 1957 reichte er einen Kostenvoranschlag ein 114) , doch das Projekt wurde 1960 zurückgestellt 115). Es sollten wiederum Jahre verstreichen, bis der Munotverein 1973 einen Bericht über den Zustand des Wehrgangs beider Stadtregierung einreichte und auf die dringende Sanierung aufmerksam machte. Der Stadtrat sah jedoch vor, die Frage der Instandstellung im Zusammenhang mit der Schwarztorüberbauung in Erwägung zu ziehen. Der Munotverein begann indessen von seinen Mitgliedern den sogenannten "Wehrgangfünfliber" Jahr für Jahr einzuziehen. 1978 machte der Stadtbaumeister einen weiteren Vorstoss und legte einen Bericht mit Bilddokumentation, Planaufnahmen und Kostenvoranschlag vor 117). 1979 stellte die Regierung endlich das Subventionsgesuch an Bund und Kanton 118).1985 bestimmte der Stadtrat eine Baukommission, in welcher der Munotvorstand vertreten war. Diese setzte sich mit der Lösung des Zugangproblems auseinander und bestimmte, den Zugang von der Munotzinne in seiner Form zu belassen. Mit den Bauarbeiten konnte anfangs 1986 begonnen werden 119). Die Restauration erfolgte in vorbildlicher Weise mit Rücksicht auf die ursprüngliche Bausubstanz. Zugleich machte man den Wehrgang durch eine Treppe von der Unterstadt aus wieder zugänglich. Der Munotverein konnte der Regierung den stolzen Betrag von 250'000 Franken an die Baukosten übergeben 120).

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Vor der Renovation des Wehrganges und des Römertürmchens erfolgte aber 1982 die Sanierung des Turmdaches und die Aussenrenovation der Munotwärterwohnung. Die vielen Schäden wurden in aufwendiger Arbeit repariert, welche 1983 zu Ende ging 121).

Gegenwärtig wird an der östlichen Capponière gearbeitet. Wie bereits erwähnt, verwendete man bei der Renovation in den achtziger Jahren des letzten Jahrhunderts sehr viel Beton und Zementmörtel, welcher sich aber während Jahrzehnten als äusserst resistent erwies. Der untere Teil des Türmchens besteht noch aus stark verwittertem Naturkalkstein. Bei der jetzigen Sanierung wird die Schrägabdachung ebenfalls mit einbezogen. Zum Teil ist noch alte Bausubstanz erhalten, welche aber an den meisten Stellen von Zement überlagert ist. Die Arbeiten werden unter ständiger Beratung der kantonalen und eidgenössischen Denkmalpflege durchgeführt. Bei der Wahl der Materialien hat man sich für Zement mit Kalkanteil entschieden. Eine Restauration mit Sandstein wurde zwar erwogen, musste aber aus verschiedenen Gründen (rasche Verwitterung durch Luftverschmutzung etc.)  verworfen werden. Eine Bleibedachung ist zur Zeit noch nicht völlig ausgeschlossen. In absehbarer Zeit sollen auch die beiden übrigen Capponièren und der Sockelkranz einer Renovation unterzogen werden 122).

 

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Anmerkungen

1) Hans Wilhelm Harder, Historische Beschreibung des Munots zu Schaffhausen, Schaffhausen 1846.

2) Robert Lang, Der Unot zu Schaffhausen, 16. Neujahrsblatt 1909/10, Schaffhausen 1910.

3) Reinhard Frauenfelder, Der Munot zu Schaffhausen, Schaffhausen 1947. Mit ausführlichem Literaturverzeichnis.

4) Harder1, S. 37.

5)  Staatsarchiv Schaffhausen, Protokolle der Klein- und Grossräte 26. Oktober 1807, S. 276.

6) Harder1, S. 38.

7) Staatsarchiv Schaffhausen, J. H. Bäschlin, Notizen, Bd. 34, S. 247.

8) Stadtarchiv Schaffhausen, Städtische Bauamtsrechnungen 1833/34, Ausgaben für Kalk, Flachdach und Schnitzlingplatten, S. 63, 66, 72.

9) Stadtarchiv Schaffhausen, Protokolle des Kleinen Stadtrates, 15. Juni 1835, S. 141.

10) Stadtarchiv Schaffhausen, Akten Munotverein.

11) Harder1, S. 29.

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12) Bauamtsrechnungen8 1835/36, S. 2 und passim.

13) Das Original ist nicht mehr auffindbar.

14) Walter Wettstein, Geschichte des Munotvereins, Schaffhausen 1909, S. 11.

15) Stadtarchiv Schaffhausen, Finanzberichte des Kleinen Stadtrates 1836/37, S. 8.

16) Vgl. Wettstein 14, S. 15-24.

17) Stadtratsprotokolle 9, 9. August 1841, S. 249.

18) Stadtarchiv Schaffhausen, Protokolle des Munotvereins 1 1841.

19) Protokolle Munotverein 118, 1841/42.

20) Stadtratsprotokolle 9, 12. März 1845, S. 108. Lang 2, S. 27 und Frauenfelder3, S. 31 geben hierfür das Jahr 1846 an.

21) Stadtratsprotokolle 9, 8. April 1846, S. 171: Beschluss, die baufällig gewordene Brücke instand zu stellen mit der Auflage an den Munotverein, das Türmchen, welches vor zwei Jahren vom Blitz getroffen wurde, auf eigene Kosten wiederherzustellen. Vgl. den bissigen Kommentar Langs 2, S. 27-28.

22) Stadtratsprotokolle 9, 6. November 1857, S. 553: Die Kosten für das eingestürzte Türmchen werden zu zwei Dritteln von

der Stadt getragen. Am 1. Mai 1858 war die Reparatur beendet (Protokolle Munotverein 18 2, S. 10).

23) Stadtratsprotokolle 9, 12. Mai 1862, S. 299.

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24) Stadtarchiv Schaffhausen, Baukollegium Protokollbücher 1, 3. Februar 1863, S. 79.

25) Baukollegium 124, S. 85/88: Da der Graben sowieso einmal aufgeschüttet werden dürfte, sollen die Kosten so niedrig wie möglich gehalten werden.

26) Baukollegium 124, S. 175.

27) Stadtratsprotokolle 9, 7. Juli 1851, S. 287.

28) Stadtratsprotokolle 9, 28. Januar 1859, S. 57/81. Munotverein 218, S. 17. Sie wurden 1884 ergänzt durch die beiden

Kadettenkanonen, welche sich heute im Museum befinden (ebda. 1884, S. 317).

29) Stadtratsprotokolle 9, August 1865, S. 390.

30) Staatsarchiv Schaffhausen, Hans Wilhelm Harder, Tagebuch, S.34-35.

31) Harder 30, S. 83.

32) Stadtratsprotokolle 9 1864, S. 39: Antrag des Munotvereins um einen Kostenbeitrag für die Asphaltierung (Fr. 11780.-)  oder Zementierung (Fr. 9980.-). Der Verein will Fr. 2000.- selber bezahlen.

33) Baukollegium 124 1864, S. 155/175. Stadtratsprotokolle 9, 1864, S. 39; 1866, S. 181; Stadtarchiv, Rechnungen des kleinen Stadtrates 1865, S. 33; 1866/67, S. 29.

34) Stadtratsprotokolle 9 1865, S. 222.

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35) Wettstein 14, S. 32-35.

36) Protokolle Munotverein 218, 14. Mai 1860.

37) Protokolle Munotverein 218, 24. September 1866.

38) Protokolle Munotverein 218, 5. August 1867.

39) Protokolle Munotverein 218, 15. Mai 1873; Stadtratsprotokolle 9, S.383.

40) Stadtratsprotokolle 9 1881, S. 405 und 417.

41) Protokolle Munotverein 218, 22. Dezember 1882; Stadtratsprotokolle 9 1883, S.49.

42) Protokolle Munotverein 218, 6. April 1886; Stadtratsprotokolle 9 1887, S. 195.

43) Rechnungen Stadtrat 33 1868/69, S. 27.

44) Stadtratsprotokolle 9 1869, S. 368.

45) Stadtratsprotokolle 9 1870, S. 187. Noch 1915 wurde um eine Gas- oder elektrische Beleuchtung diskutiert (Ebda. 1915, S.362). 1937 wurde eine Gasleitung in der Wohnung installiert (Stadtarchiv Schaffhausen, Akten Munot C II 08.23/3, Turmwohnung 1933-57).

46) Stadtratsprotokolle 9 1871, S. 289: Eingabe der Feuerkommission.

47) Baukollegium 224, S. 172/73.

48) Stadtratsprotokolle 9 1871, S. 430.

49) Stadtratsprotokolle 9 1882, S. 447 und 507.

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50) Akten Munot 45 2, Zinne Umbauten und Renovation 1864-1913; Stadtratsprotokolle 9 1884, S. 441 und 524.

51) Stadtratsprotokolle 9 1885, S. 272, 276, 280, 304, 480.

52) Akten Munot 45 4, Gas und Wasser 1908-10.

53) Lang 2, S. 27; Akten Munot 45 3, Tellstatue 1931. Beseitigung des Tellstandbildes und der Säule erst 1939 (nach den Angaben Frauenfelders 3, S. 32).

54) Akten Munot 45 4, Waffenkammer: Offerte mit fünf Briefen. Stadtratsprotokolle 9 1905, S. 524.

55) Stadtratsprotokolle 9 1906, S.13, 99, 389.

56) Baukollegium 224, 1874, S. 290; 1875, S. 316; 1876, S. 343.

57) Rechnungen Stadtrat 33 1877, S. 16.

58) Rechnungen Stadtrat 33 1878, S. 13.

59) Stadtratsprotokolle 9 1879, S. 95

60) Rechnungen Stadtrat 33 1879, S. 11; 1880, S. 13; 1881, S. 13; 1882, S. 12; 1883, S. 15; 1884, S. 19; 1885, S. 19; 1886, S.18. Eine Restauration des Römertürmchen, wie Lang 2, S.33 und Frauenfelder 3, S. 31 angeben, kann nicht nachgewiesen werden. Die Angabe beruht wohl auf einem Irrtum, da unter dem Begriff "Türmchen" wohl das Römertürmchen verstanden wurde. Gemeint war aber damit die westliche Capponière.

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61) Rechnungen Stadtrat 33 1888, S. 17; 1889, S. 16/17; 1890, S.23; 1891, S. 19/20; 1892, S. 22; 1893, S. 25; 1894, S.19.

62) Stadtratsprotokolle 9, 1897, S. 270-272; Stadtarchiv, Geschäftsberichte 37, S. 58.

63) Geschäftsberichte 37 1897, S.58.

64) Geschäftsberichte 37 1898, S. 67.

65) Stadtratsprotokolle 9 1899, S. 32-34.

66) Ebda.

67) Stadtratsprotokolle 9 1900, S. 182.

68) Stadtratsprotokolle 9 1900, S. 188/89.

69) Stadtratsprotokolle 9 1900, S. 291/92.

70) Stadtratsprotokolle 9 1900, S. 303.

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71) Stadtratsprotokolle 9 1900, S. 338.

72) Geschäftsberichte 37 1900, S.79. Geschützluke abgebildet bei Lang 2, S. 9.

73) Geschäftsberichte 37 1901, S. 79.

74) J. R. Rahn, in :Jahresbericht der Gesellschaft für Erhaltung historischer Kunstdenkmäler 1906/7, S. 34-36.

75) Ebda.

76) Geschäftsberichte 37 1902, S. 79.

77) Das Verhältnis zwischen Munotverein und der Stadtregierung war bereits 1880 getrübt, als der Verein eigenmächtig Bauten auf der Zinne erstellte. (Stadtratsprotokolle 9 1880, S. 393. Vgl. die Stadtratsprotokolle 1903, S. 347, 360, 364, 501; 1904, S. 185, 195; 1905, S. 89, 129, 135, 155/56, 443.

78) Stadtratsprotokolle 9 1906, S. 130.

79) Ebda.

80) Rahn 49, S. 36.

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81) Rahn 49, S. 36. Vgl auch Zemp, in: Jahresbericht 49 1902, der sich ähnlich äussert.

82) Geschäftsberichte37 1910, S. 69; Stadtratsprotokolle 9 1909, S.362/63, 579; Akten Munot 45 2, Zinne, Renovation und Umbauten, 1909-1910.

83) Geschäftsberichte 37 1910, S. 69.

84) Stadtratsprotokolle 9 1911, S.667; Geschäftsberichte 37 1911, S. 68

85) Stadtratsprotokolle 9 1913, S. 109, 140; Geschäftsberichte 37 1913, S. 58.

86) Baukollegium 24 1913, S. 295. Rechnungen 33 1914, S. 16.

87) Akten Munot 45 2, Zinne, Umbauten, Renovationen.

88) Akten Munot 45 2, Zinne, Umbauten, Renovationen; Geschäftsberichte 37 1922, S. 61; 1923, S. 59; Rechnungen 33 1922, S. 29; 1923, S. 25; 1924, S. 23.

89) Stadtratsprotokolle 9 1921, S. 865; 1922, S.1151-1154: Aufhebung der Hochwacht; Akten Munot 45 3, Uhrwerk 1921/22, 1964.

90) Ebda.; Stadtratsprotokolle 9 1964, S. 302: Beschluss, das alte Uhrwerk ins Museum abzugeben.

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91) Stadtratsprotokolle 9 1923, S. 573.

92) Ebda. S.166/67; Geschäftsberichte 37 1923, S. 59.

93) Stadtratsprotokolle 9 1926, S. 292/93.

94) Akten Munot 45 3, Verbindungssteg 1920-28; Stadtratsprotokolle 9 1927, S. 1082; 1928, S. 188, 248, 264; Geschäftsberichte 37 1928, S. 86.

95) Akten Munot 45 3, Verbindungssteg 1940-1962; Ebda. Pläne und Skizzen 1927-58.

96) Ebda. Pläne und Skizzen 1927-58.

97) Ebda.

98) Stadtratsprotokolle 9 1962, S. 57, 599.

99) Geschäftsberichte 37 1962, S. 137.

100) Akten Munot 45 2, Zinne, Umbauten und Renovationen.

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101) Stadtratsprotokolle 9 1939, S. 457.

102) Geschäftsberichte 37 1946, S. 124.

103) Akten Munot 45 4, Verschiedenes, Eingänge: Akten und Plan.

104) Stadtratsprotokolle 9 1948, S. 672/73, 838; Akten Munot 45 2, Zinnenerker, Akten und Pläne 1948/49.

105) Stadtratsprotokolle 9 1942, S. 91.

106) Stadtratsprotokolle 9 1942, S. 569/70, 629/30, 708, 777, 1139, Planaufnahme Lutz: S. 1140, 1158. Akten Munot 45 2, Ideenwettbewerb 1942 und 1943.

107) Stadtratsprotokolle 9 1945, S. 555, 1028/29; Akten Munot 45 1, Planaufnahmen 1945, Akten und Verträge.

108) Stadtratsprotokolle 9 1955, S. 173/74.

109) Akten Munot 45 2, Zinne Umbau 1955-57.

110) Walter Henne, Die Neugestaltung der Munotzinne, in Schaffhauser Nachrichten 15. Juni 1957, S. 4.

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111) Geschäftsberichte 37 1956/57, S. 138, 155/56; Rechnungen 33 1956, S. 36.

112) Geschäftsberichte 37 1957, S. 141/42; Rechnungen 33 1957, S.21.

113) Akten Munot 45 1, Wehrgang Ost 1956/57.

114) Ebda., Gesamtrestauration 1957-60.

115) Ebda.

116) Stadtratsprotokolle 9 1973, S. 277.

117) Stadtratsprotokolle 9 1978, S. 639.

118) Geschäftsberichte 37 1979, S. 122.

119) Geschäftsberichte 37 1985, S. 130.

120) Martin Huber, Heute wird der renovierte Wehrgang eingeweiht, in: Schaffhauser Nachrichten 20. Juni 1987, S. 23.

121) Akten Munot 45 3, Turm / Verbindungssteg, Bericht, Baujournal, Bildlegende und 117 Fotografien.

122) Freundliche Mitteilung von Herrn Brennwald, Hochbauamt Schaffhausen

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