Schwabentor

Übersicht

Ehemaliger Nordabschluss der Stadt Richtung Schwaben.

 
   
1361 Erste Erwähnung als «Neuturm».
1555 Errichtung eines Bollwerks vor dem Turm. 
1607/08 Ersetzung durch ein grösseres Vorwerk mit zwei Binnenhöfen und zwei Rundtürmen
1867 Abbruch der Rundtürme. 
1932 Brand des Schwabentors. Turminneres und Mansardendach mit Glockentürmlein von 1782 vollständig zerstört. 
1933 -1935 Restaurierung in der jetzigen Form unter Leitung von Architekt Wolfgang Müller. In den Uhr-Nischen Freskomalereien von Carl Roesch, 1933: auf der Südseite «Kosmos» (Mann und Frau im kosmischen Kreislauf zwischen Tod und Dämon, beschützt durch einen die Flammen hütenden Engel), auf der Nordseite «Kreislauf» (die vier Lebensalter in der Abfolge des unaufhaltsamen Laufes des Uhrzeigers). Auf der Spitze des neuen Zeltdaches Windfahne mit Schaffhauser Bock von Richard Petraschke. Am Schlussstein des nördlichen Torbogens Plastik von Arnold Oechslin, 1935.


Die Wehranlage um 1850  
Links der Widderturm, rechts daneben der Finsterwaldturm rechts im Bild das Schwabentor mit den Vorwerken

 

Vor 1867
  Ansicht von der Vorstadt aus 1870 Nach dem Abbruch des Bollwerks
Aufnahme um 1900

 

 
Brand von 1932 Renovation
1933-35

 

  Der Turm seit 1935 Heutige Situation

 

Künstlerischer Schmuck am Schwabentor von Arnold Oechslin

 

 
Der Spruch am Schwabentor

Der Stadtrat von Schaffhausen hat 1935 aus vier verschiedenen Entwürfen, denjenigen von Kunstmaler Arnold Oechslin gewählt. Dieser Entwurf wurde vom Bildhauer Johann Martin Oechslin in Stein ausgeführt. 

Der Rat von Schaffhausen war sich im klaren, dass kein geschichtlicher Zusammenhang mit dem Spruch und dem Schwabentor belegt werden kann. 

Wie aus Notizen im Staatsarchiv hervorgeht, soll am Eingangstor zum Gute Charlottenfels in der zweiten Hälfte des 19.Jh. eine russische Inschrift gestanden haben, die auf schaffhauserisch "Lappi tue d'Auge uf" geheissen hat. 

Der Rat begründete schliesslich die Abbildung einmal mit dem dortigen verkehrsreichen Platz und meinte in einer Anspielung auf das danebenstehende Schulhaus, dass nicht die Schulweisheit für den Menschen die Hauptsache sei, sondern das Offenhalten der Augen. 

 

 
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